Unsere Ziele

Spielratz e.V. verfolgt bei seinen Projekten verschiedene Zielsetzungen:

Ferien als Urlaub vom Alltag

Als Anbieter von pädagogischen Ferien- und Freizeitaktionen liegt ein großes Augenmerk darauf, dass die Kinder sich bei uns wohl fühlen und sich vom schulischen und privaten Stress erholen können. Ferien als Urlaub vom Alltag bedeutet des Weiteren, dass wir - auch wir haben Regeln auf unseren Projekten - den Kindern sehr viele Freiräume ermöglichen sowie die Kinder und Jugendlichen nicht durch unser Handeln unter Druck setzen wollen. 

Partizipation

Partizipation - also die Mitwirkung an Entscheidungsprozessen - ist eine Kernaufgabe der Kinder- und Jugendarbeit. Bei jedem Projekt gibt es viele Entscheidungen zu treffen; und wer kann dies besser als diejenigen, die von den Entscheidungen profitieren sollen bzw. von diesen Entscheidungen betroffen sind. Wenn notwendig erhalten die Kinder dabei Unterstützung von den Betreuer_innen. 

Selbstbestimmung

Dieser Zielsetzung liegt die Auffassung zugrunde, dass Menschen gemeinsam und demokratisch über ihre eigenen und über gemeinsame Belange entscheiden. Menschen sind in der Lage, sich zu sich selbst und zu ihrer Umwelt/Mitwelt in Beziehung setzen zu können. Die Kinder und Jugendlichen sollen unterstützt werden, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu artikulieren, diese mit den Interessen anderer in Einklang zu bringen (oder auch abzulehnen) und für sich dann zu entscheiden, wer und wie sie sein und was sie machen wollen.

Integration/Inklusion

In vielen gesellschaftlichen Teilbereichen (Arbeitsmarkt; Freizeit; Wohnungsmarkt etc.) werden Menschen aus unterschiedlichen Gründen ausgegrenzt. Auf unseren Projekten versuchen wir Kinder und Jugendliche, unabhängig davon, ob sie in anderen Bereichen "behindert" werden, welche Religionszugehörigkeit sie haben, ob ihre Eltern finanziell schlecht gestellt werden, welche sexuelle Identität sie haben, ob sie anderer kulturelle Traditionen pflegen, zunächst eine Teilnahme an unseren Projekten zu ermöglichen. Die Projekte von Spielratz e.V. richten sich somit an ALLE Kinder! Des Weiteren sehen wir es als unser Ziel an, allen Kindern mit Blick auf ein hohes Maß an Teilhabe/Partizipation, Selbstbestimmung und Erholung gerecht zu werden. Dieser Inklusionsbegriff ist sehr weit gefasst. Ein enger Inklusionsbegriff bezieht sich - entsprechend der UN-Behindertenrechtskonvention - auf Menschen mit Behinderung(en). Kinder und Jugendliche mit Behinderung(en) leben im Vergleich zu anderen Kindern nach wie vor sehr häufig in gesellschaftlich geschaffenen Parallelwelten. Eine Begegnung findet in der Regel kaum statt. Die Projekte von Spielratz e.V. verstehen sich als Orte der Begegnung, des Austausches, des Entdeckens von Gemeinsamkeiten entsprechend der Mottos "Man kann verschieden normal sein." - "Es ist normal verschieden zu sein".

Stärkung von Mädchen und Jungen

Mädchen und Jungen werden nach wie vor darauf festgelegt, was typisch für ein Mädchen bzw. für einen Jungen ist. Stärkung von Mädchen  und Jungen bedeutet, dass wir Mädchen und Jungen in ihrem Eigensinn unterstützen; keine geschlechtsspezifischen Hürden errichten wollen; Geschlechtsrollenbilder hinterfragen und Freiräume für eigene Entscheidungen anbieten. Dabei ist uns bewusst, dass es auch Menschen gibt, bei welchen eine geschlechtliche Zuordnung noch nicht geschehen ist. 

Erwerb interkultureller Kompetenz

Der Münchner Stadtgesellschaft entsprechend treffen bei den Projekten von Spielratz Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen. Wir von Spielratz e.V. sehen kulturelle Verschiedenheit als Bereicherung an und lehnen jede Form von Rassismus/Ausländerfeindlichkeit ab. Interkulturelle Kompetenz verstehen wir als eine Fähigkeit, sich selbst in Bezug zu seiner Kultur, den daraus beeinflussten Denk- und Wertgrundhaltungen zu setzen, diese zu reflektieren und andere Denk- und Wertmuster zu akzeptieren und in sein eigenes Leben integrieren zu können. Im gemeinschaftlichen Kontext unserer Projekte geht es somit unter anderem darum, Empathie für andere zu entwickeln, die Individualität anderer anzuerkennen, kulturspezifische Normen und Rollenstrukturen zu erkennen, demokratische Konfliktbewältigung einzuüben, die Aufmerksamkeit für die Möglichkeiten gegenseitiger Bereicherung zu sensibilisieren.

Soziales Lernen

Die Freiheit des Einen hört da auf, wo die Freiheit des Anderen eingeschränkt wird. Soziales Lernen als Zielsetzung basiert auf der Überlegung, dass Menschen soziale Lebewesen sind, die auf gegenseitige Verständigung angewiesen sind, Kompromisse suchen und finden müssen und für die gegenseitige Achtung der Würde des Anderen ein hohes wenn nicht gar das höchste Gut ist. Soziales Lernen bedeutet demokratische Bildung und ist somit wesentliche Voraussetzung für eine freie, offene, tolerante und gerechte Gesellschaft. Soziales Lernen ist aus diesem Grund kein Ziel, dass mit einer pädagogischen Maßnahme erreicht werden kann. Ziel ist es somit eine Kultur auf unseren Projekten zu etablieren, die auf soziale Lernerfahrungen zurückgreift und/oder neue soziale Lernerfahrungen ermöglicht und schafft.

Außerschulische Bildungsgelegenheiten

Die Projekte von Spielratz e.V. bieten eine Vielzahl von Lern- und Bildungsgelegenheiten. Unter Bildung verstehen wir die (spielerische) Aneignung von Welt und das Nachdenken über sich Selbst. In diesem Sinne werden die Kinder bei uns auch nicht gebildet, sondern bilden sich ständig selbst. Dem Spiel kommt in diesen Bildungsprozessen ein sehr großer Stellenwert zu: die Kinder erwerben instrumentelle, soziale, personale Kompetenzen, hinterfragen bestehende Abläufe und Regeln, entdecken eigenen Interessen und/oder bringen diese in Entscheidungsprozesse ein, lernen den Umgang mit Freiheit und Verantwortung, hinterfragen bestehende Ungerechtigkeiten und gestalten die Welt, wie es ihnen gefällt.  

Förderung von Medienkompetenz bei unseren medienpädagogischen Projekten

Kinder und Jugendliche wachsen in einer Gesellschaft auf, in der Medien eine wichtige Rolle spielen. Bei unseren medienpädagogischen Projekten greifen wir die Vielfalt der Medien auf und gehen auf rechtliche und moralische Fragen ein. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu einem verantwortungsvollen, solidarischen, kritischen, reflexiven und selbstbestimmten Umgang mit Medien zu befähigen und sie hinzuführen, sich in einer von Medien bestimmten Welt orientieren zu können. Dieses Ziel möchten wir dadurch erreichen, dass die Kinder und Jugendlichen bei unseren Medienprojekten selbst aktiv Medien benutzen und für ihre Zwecke zu nutzen lernen.

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