Kosten und Ermäßigungen im Jahr 2022 - Änderungen vorbehalten 

 1 Regulärer Teilnahmebeitrag 

Die von Spielratz e.V. erhobenen Teilnahmebeiträge decken nicht die tatsächlich anfallenden Kosten der jeweiligen Ferienaktionen ab. Diese sind nur aufgrund der Förderung durch die Landeshauptstadt München für Kinder und Jugendliche aus München möglich. Über Spenden bzw. über eine freiwillige Aufstockung des Teilnahmebeitrages freuen wir uns!

Mit dem Teilnahmebeitrag sind in der Regel Kosten für anfallende Übernachtung, Verpflegung, Transfer und Eintritte abgegolten. Bei Ferienfreizeiten mit Übernachtung kommt noch ein Taschengeld für Kinder und Jugendlichen hinzu, das von den Eltern den Kindern zusätzlich mitgegeben werden kann.

 2 Ermäßigter Teilnahmebeitrag für Geschwister

Jedes weitere teilnehmende Kind erhält eine Ermäßigung: die Geschwisterermäßigung. Melden Eltern im gleichen Ferienzeitraum zwei oder mehr Geschwisterkinder bei unterschiedlichen Ferienaktionen an, wird ebenfalls für das zweite und die weiteren Geschwister eine Geschwisterermäßigung gewährt.

Die Landeshauptstadt München ermöglicht darüber hinaus folgende weitere Ermäßigungsmöglichkeiten: 

3 Ermäßigung bei Leistungsbezug

Bei Bezug von Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit (ALG 2), Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch VII oder nach dem Asylbewerbergesetz (AsylbLG) oder wenn Kinder oder Jugendlichen in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung (§ 34 SGB VIII) leben, reduziert sich der reguläre auf den in Spalte ALG2* angegebenen Teilnahmebeitrag. Eine Geschwisterermäßigung ist nicht möglich. Um den Zuschuss zu beantragen, ist eines Kopie des kompletten aktuellen Leistungsbescheides mit den Anmeldeunterlagen abzugeben.

 4 Ermäßigung bei geringem oder mittlerem Einkommen nach § 53 Abgabenordnung

Die monatliche Brutto-Einkommensgrenze (kann sich ändern), welche durch Addieren der einzelnen Einkommensgrenzen errechnet wird, darf im Monat nicht überschritten werden.

Stand 01.01.2021 gelten folgende Einkommensgrenzen (Änderungen vorbehalten):

Euro 2.340:     Erwachsene, alleinstehende/alleinerziehende Person
Euro 1.684:     Erwachsene, Ehegatten, Lebenspartnerschaften/eheähnliche Gemein.
Euro 1.176:     pro Kind bis 5 Jahre
Euro 1.284:     pro Kind von 6 bis 13 Jahre
Euro 1.560:     pro Jugendliche/r von 14 bis 17 Jahre
Euro 1.872:     volljährige Person im Haushalt, ab 18 Jahre

Euro 1.496:     volljährige Person(en) in stationären Einrichtungen, ab 18 Jahren

Notwendige Unterlagen (in Kopie) für die Berechnung des Ermäßigungsantrages:

a) sämtliche Brutto-Einkommensnachweise aller volljährigen im Haus lebenden Personen (z. B. Renten, Arbeitseinkommen, Elterngeld, Landeserziehungsgeld, Betreuungsgeld, Wohngeld, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Praktika, Mini-Job, etc., BaföG, Azubi-Gehalt)

b) Nachweis über Kindergeld; Unterhaltsleistungsnachweis, Waisenrente

c) schriftliche Aufstellung über alle im Haushalt lebenden Personen mit Altersangaben

Diese Aufstellung kann formlos sein:

Hiermit bestätige ich, dass in meinem Haushalt folgende Personen leben:

Max Musterratz , 27 Jahre

Claudia Musterratz, 27 Jahre

Nick Musterratz, 5 Jahre

Klaus Musterratz, 9 Jahre

Ort, Datum                                                 Unterschrift

d) Falls zutreffend: Nachweis über gesetzlich festgelegten zu zahlenden Unterhalt für nicht im Haushalt lebende Personen (z.B. Kinder, Eltern). Dieser wird bei der Verdienstberechnung abgezogen.

 

Hier  finden Sie ein Beispiel für die Berechnung einer Ermäßigung nach § 53 AO

 

WICHTIG

Der städtische Zuschuss darf nur nachrangig nach gesetzlichen Lestung wie z.B. dem "Bildungs- und Teilhabepaket" gewährt werden. Gesetzliche Leistungen wie z.B. das "Bildungs- und Teilhabepaket" werden vorrangig gegenüber dem städtischen Zuschuss verrechnet.

Bitte informieren Sie uns bei der Anmeldung (telefonisch oder über das Online-Anmeldeformular), ob Sie einen Antrag auf Ermäßigung stellen wollen. Ein nach der Anmeldung gestellter Antrag auf Ermäßigung kann leider nicht mehr berücksichtigt werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte vorab telefonisch (089 - 48 48 98) an uns.

 

 

 

 

Beispiel für die Berechnung nach § 53 AO (geringes/mittleres Einkommen)

Im Haushalt leben zwei Erwachsene und zwei Kinder im Alter von 5 und 9 Jahren und ein erwachsenes Kind in Ausbildung. Der Mann hat noch ein weiteres Kind im Alter von 15 Jahren, das bei der Mutter wohnt und zahlt für dieses Kind Unterhalt an seine ehemalige Frau.

Stand 01.01.2021

1. Berechnung der Einkommensgrenze (nach § 53  AO)

Im Haushalt lebende Personen:   Personen Anzahl  
         
Erwachsene, alleinstehende/alleinerziehende Person 2.265 €   0 €
Erwachsene/ Ehegatten, Lebenspartnerschaften oder 1.684 € 2 3.368 €
eheähnliche Gemeinschaften        
         
pro Kind 0 - 5 Jahre 1.176 € 1 1.176 €
pro Kind 6 - 13 Jahre 1.284 € 1 1.284 €
pro Jugendlicher 14 - 17 Jahre 1.560 €   0 €
Volljährige Person im Haushalt ab 18 Jahre 1.872 € 1 1.872 €
         
Ergebnis Einkommensgrenze   (= A) 7.700 €

 

2. Berechnung Verdienst / Haushaltseinkommen

Bruttoeinkommen/Elterngeld des Vaters/Stiefvaters     3.800,00 €
zuzgl. Bruttoeinkommen/Elterngeld der Mutter/Stiefmutter     2.500,00 €
Brutto Einkommen volljähriger Personen (BaföG, Azubi-Gehalt)   980,00 €
         
zuzgl. Kindergeld        
1. Kind   219 € 1 219 €
2. Kind  

219 €

1 219 €
3. Kind   225 €   0 €
4. Kind   250 €   0 €
5. Kind   250 €   0 €
         
zuzgl. Unterhaltszahlungen        
(ohne Nachweis Anrechung des Mindestunterhalts)      
0 - 5 Jahre   369 €   0 €
6 - 11 Jahre   424 €   0 €
12 - 17 Jahre   497 €   0 €
         
zuzgl. Waisenrente        
zuzgl. sonstiges Einkommen        
(z.B.Einkommen von Kinder, Arbeitslosengeld,      
bzw -hilfe,wöchentl. x 13/3,Rente,Nebenverdienste,etc.)      
zuzgl. Wohngeld        
         
abzgl. zu zahlender gesetzlich festgelegter Unterhalt für nicht im Haushalt -497,00 €
lebene Personen (z.B. Kinder, Eltern)      
         
Gesamteinkommen (=B)       7.221,00 €

 

3. Berechnung über oder unter der Einkommensgrenzen

7.700,00 € 7.221,00 €   = 479,00 €
Ergebnis Einkommensgrenze (=A) - Gesamteinkommen (=B)    
         
x Ergebnis unter der Einkommensgrenze
>   Ermäßigung kann gewährt werden
         
         
 
Ergebnis über der Einkommensgrenze  
  > keine Ermäßigung

Ergebnis: Das Familieneinkommen liegt unter der Einkommensgrenze. Die Familie erhält somit eine Ermäßigung.

 

Mit Hilfe dieses Formulars können Sie selbst ausrechnen, ob Sie mit Ihrem Gesamteinkommen unter der Einkommensgrenze sind und somit einen Antrag auf Ermäßigung stellen können.

 

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